WIE ALLES BEGANN.

Ich muss zugeben, dass die Initialzündung für die Malerei schon ziemlich früh erfolgte. Und zwar als ich als ungefähr vierjähriges Mädchen meinem Vater, der im Dachauer Moos unter freiem Himmel seine Staffelei aufgestellt hatte, fasziniert beim Malen zusah. Dieses Bild blieb tief in meinem Unterbewusstsein hängen.

Mein Vater Eugen Götz, Jahrgang 1925, war von Beruf Diplom-Kaufmann und als Sohn eines Rektors und einer Lehrerin aufgewachsen. Er wählte die Malerei als Hobby für den beruflichen Ausgleich und malte ausschließlich in Öl, zeichnete aber auch mit Kohle, Bleistift oder Tusche und experimentierte später mit den damals neu auf den Markt gekommenen Filzschreibern.

Leider verstarb mein Vater ganz plötzlich im Alter von nur 44 Jahren. Er hinterließ in mir aber den tiefen Wunsch, es ihm eines Tages mit der Malerei gleich zu tun und damit meine Erinnerungen an ihn wach zu halten. Allerdings schaffte ich die Erfüllung erst im Jahr 1999: Während ich mit meinem zweiten Sohn schwanger war,  begann ich, meinen großen Wunsch in die Tat umzusetzen.